• GRW Förderung Sachsen

    Investitionsförderung zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur in Sachsen

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Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Sachsen

Die wichtigsten Informationen zur GRW Förderung Sachsen auf einen Blick:

  • Die GRW Förderung ist eines der zentralen Instrumente zur Wirtschaftsförderung in Deutschland. Durch die gezielte Förderung von Investitionsvorhaben in strukturschwachen Regionen sollen Nachteile der regionalen Wirtschaft ausgeglichen bzw. Einkommen und Beschäftigung durch Schaffung und Sicherung von Dauerarbeitsplätzen erhöht werden.

  • Den Koordinierungsrahmen für die Gemeinschaftsaufgabe legen der Bund und die Bundesländer gemeinsam fest. Das Ministerium für Wirtschaft eines Bundeslandes kann in der eigenen Förderrichtlinie jedoch individuelle Schwerpunkte setzen.

  • Der neue Koordinierungsrahmen für die Förderperiode 2022-2027, in dem unter anderem die GRW Fördergebiete neu festgelegt wurden, ist mit Wirkung zum 1. März 2021 in Kraft getreten. Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat basierend auf diesem Rahmen am 30.04.2021 die Richtlinie „GRW RIGA“ für den Freistaat Sachsen veröffentlicht. Die GRW RIGA ist zum 21.05.2021 in Kraft getreten und zunächst bis zum 31.12.2021 befristet. Denn der GRW Koordinierungsrahmen muss noch durch die EU-Kommission genehmigt werden.

  • Die Sächsische Aufbaubank betont auf Ihrer Internetseite (Stand 07.06.2021), dass in der aktuellen Übergangsphase keine Aussage getroffen werden kann, ob beantragte Fördermittel und Zuschüsse gemäß den alten oder den neuen Konditionen beschieden werden.

  • Die GRW Förderung wird zu jeweils 50 % vom Bund und dem Bundesland, in dem investiert wird, finanziert. In Sachsen wird die GRW Förderung durch weitere Gelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) getragen. Die Sächsische Aufbaubank (SAB) ist im Freistaat Sachsen für die Abwicklung der GRW Förderung zuständig und damit sozusagen Fördermittelgeber.

GRW Förderung Sachsen
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Unternehmen

Die GRW Förderung ist eine Investitionsförderung für:
  • KMU und große Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft
  • Tourismusbetriebe mit größtenteils überregionalem Umsatz

die im Freistaat Sachsen in eine Betriebsstätte investieren und Dauerarbeitsplätze schaffen.

Kommunen

Neben der Unternehmensförderung erhalten auch
  • Gemeinden, Landkreise, Gemeindeverbände
  • rechtlich selbstständige Unternehmen
    • ohne Gewinnerzielungsabsicht
    • mit Körperschaften des öffentlichen Rechts als Gesellschafter

Zuschüsse von bis zu 90 % (!) bei Investitionen in die wirtschaftsnahe Infrastruktur. Beispielsweise für die Errichtung eines Gewerbegebiets.

gemeinnützige außeruniversitäre wirtschafsnahe Forschungseinrichtungen

  • kleine Unternehmen: bis zu 30 %
  • mittlere Unternehmen: bis zu 20 %
  • große Unternehmen: bis zu 10 %
Der individuelle Fördersatz eines Unternehmens hängt neben der Größe des Unternehmens vom Investitionsvorhaben, dem Investitionsort und der „anzuwendenden beihilferechtlichen Grundlage“ ab.
Die Höhe des Investitionszuschusses in Euro wird berechnet, indem der Fördersatz auf die förderfähigen Kosten angewendet wird. Die genaue Höhe der Unterstützung steht erst nach Prüfung und Bewilligung durch die Aufbaubank fest.
Bemessungsgrenze der förderfähigen Kosten:
  • pro neuem Dauerarbeitsplatz: 750.000 €
  • pro gesichertem Dauerarbeitsplatz: 500.000 €

Bei einer Investitionssumme von insgesamt mehr als 50.000.000 € werden die Beihilfehöchstsätze gesenkt.

Im Landkreis Görlitz, dem östlichsten Landkreis Deutschlands, gab es in der Förderperiode 2014-2021 auf die oben genannten Fördersätze nochmal jeweils 10 Prozent „Grenzaufschlag“, um weitere Investitionsanreize zu schaffen. Dieser Grenzaufschlag ist für die Förderperiode 2022-2027 nicht mehr vorgesehen.
Einige Unternehmen aus einzelnen Branchen und Wirtschaftszweigen sind in Sachsen von der GRW Förderung ausgeschlossen – siehe Anlage 1 der GRW Richtlinie des Freistaats Sachsen.
Unternehmen in Schwierigkeiten und Unternehmen deren Gesellschafter zu über 50 % Bund, Land, Kommunen, Banken oder Versicherungen sind, werden durch die Richtlinie ebenfalls von der Antragstellung ausgeschlossen.
Achtung!
Bei Anträgen mit Ausgaben von unter 100.000 € darf mit der Umsetzung des Projekts erst begonnen werden, sobald die Unterlagen bei der Sächsischen Aufbaubank eingegangen sind.
Wenn im Antrag mehr als 100.000 € Ausgaben zugrunde gelegt werden, darf erst begonnen werden, wenn eine schriftliche Genehmigung oder der Zuwendungsbescheid durch die Sächsische Aufbaubank erteilt wurde.
Unternehmen, die vorzeitig mit der Umsetzung Ihres Investitionsvorhabens beginnen, riskieren die Ablehnung des Antrags oder die Rücknahme des Zuwendungsbescheids.

Um das Ziel der Gemeinschaftsaufgabe, die „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, zu erreichen, stellt der Freistaat Sachsen seinen Kommunen Zuschüsse für Investitionsvorhaben zum Ausbau und zur Verbesserung der regionalen Infrastruktur zur Verfügung.

Die Ausgaben für Investitionsvorhaben dieser Art werden je nach der bestehenden Wirtschaftsstruktur unterschiedlich gefördert:
  • Landkreise Görlitz und Nordsachsen: 90 %
  • Stadt Dresden: 70 %
  • alle anderen Landkreise und kreisfreie Städte:
    • bis zum 31.12.2023 bewilligte Investitionsvorhaben: 90 %
    • danach: 85 %
Ansprechpartner für solche Investitionsvorhaben ist die Landesdirektion Sachsen. Wenn die geplante Investition eine „besondere strukturpolitische Bedeutung“ für die regionale Wirtschaftsstruktur hat, muss die Zustimmung des Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr eingeholt werden.
Im Rahmen unserer ganzheitlichen GRW Beratung bieten wir Ihnen an, die Kommunikation und Koordination mit allen involvierten Institutionen und Unternehmen zu übernehmen.
  • Industrie- und Gewerbegebiete, sowie Gewerbezentren:
    • Erschließung, Errichtung, Ausbau und Revitalisierung
    • damit sich neue Unternehmen ansiedeln können
  • Anschluss von Gewerbebetrieben an die bestehende Infrastruktur
  • Auf- oder Ausbau öffentlicher Einrichtungen des Tourismus
  • Geländeerschließung für den Tourismus
  • Kommunikationsverbindungen
  • Abwasseranlagen
  • Häfen
  • Modernisierung bestehender Infrastruktur
  • Planungs- und Beratungsleistungen
  • und einige mehr – wir prüfen gerne für Sie, ob Ihre Investition förderfähig ist

Um zu erfahren, ob Ihre Investition förderfähig ist, können Sie unseren kostenlosen GRW-Check nutzen.
Gerne analysieren wir für Sie auf Grundlage der Informationen, die Sie uns über Ihr Unternehmen und Ihre geplante Investition anvertrauen, ob Sie Ihr Bundesland, der Bund oder die EU unterstützt. Es gibt über 2500 Förderprogramme für deutsche Unternehmen – eventuell lässt sich die GRW Förderung noch mit einem Zuschuss aus einem anderen Programm kombinieren, beispielsweise im Bereich Forschung und Entwicklung. Wenn Ihr Unternehmen für die GRW Förderung nicht antragsberechtigt ist, besteht trotzdem die Möglichkeit, dass Ihre Investition förderfähig ist.
Egal ob Sie in Ihre Betriebsstätte investieren oder als Kommune ein neues Gewerbegebiet schaffen wollen – wenn Ihnen unser Förderkonzept für Ihr Unternehmen/Ihre Kommune zusagt, unterstützen wir Ihr Investitionsvorhaben tatkräftig in der Antragsstellung.
Die obigen Höchstsätze sind an die Voraussetzung geknüpft, dass mit dem Vorhaben ein „besonderer Struktureffekt“ erzielt wird. Die Fördersätze sind um 5 Prozent niedriger, wenn keines der folgenden Kriterien erfüllt wird:
  • Errichtung einer Betriebsstätte
  • Kauf einer stillgelegten Betriebsstätte
  • Kauf einer von Stilllegung bedrohten Betriebsstätte
  • Arbeitsplatzkriterium: Die Anzahl der vorhandenen Dauerarbeitsplätze am Investitionsort erhöht sich um mindestens 10 % (bis zum 31.12.2021 5 %)
  • Tarifbindung für die neu geschaffenen Dauerarbeitsplätze im Sinne des Tarifvertraggesetzes
  • allgemeines Abschreibungskriterium: Der Investitionsbetrag muss mindestens 50 % höher sein als die in den letzten 3 Jahren durchschnittlich verdienten Abschreibungen
  • In Sachsen müssen mindestens 50.000 €, in manchen Fällen 70.000 €, investiert werden, damit das Investitionsvorhaben unterstützt bzw. gefördert wird.
  • Damit ein Zuschuss gewährt wird, muss die Finanzierung des Investitionsvorhabens
    • mindestens zu 25 % aus einem subventionsfreien Eigenbeitrag
    • und mindestens 10 % Eigenkapital bestehen.
  • Der Zuwendungsempfänger setzt seine Investition innerhalb von 36 Monaten um.
  • Die beim Antrag zugrunde gelegten Dauerarbeitsplätze müssen für mindestens 5 Jahre erhalten / besetzt werden.
  • Errichtung einer ganz neuen Betriebsstätte
  • Kapazitätserweiterung von bestehenden Betriebsstätten
  • Diversifizierung / Erweiterung der Produktion um neue Produkte
  • Grundlegende Änderung des gesamten Produktionsprozesses
  • Optimierung / Modernisierung des Produktionsprozesses
  • Erwerb der Vermögenswerte von Betriebsstätten, die geschlossen worden sind oder ohne den Erwerb geschlossen worden wären
  • Investitionen, durch die ein Unternehmen die nationalen und europäischen Umweltschutznormen übererfüllt
  • Errichtung einer ganz neuen Betriebsstätte
  • Diversifizierung der Tätigkeit in bestehenden Betriebsstätten, sofern die neue Tätigkeit nicht gleich oder ähnlich ist wie die alte Tätigkeit
  • Erwerb der Vermögenswerte von Betriebsstätten, die geschlossen worden sind oder ohne den Erwerb geschlossen worden wären, sofern die neue Tätigkeit nicht gleich oder ähnlich ist wie die alte Tätigkeit vor dem Erwerb
  • Diversifizierung / Erweiterung der Produktion um neue Produkte
  • Grundlegende Änderung des gesamten Produktionsprozesses
  • Investitionen, durch die ein Unternehmen die nationalen und europäischen Umweltschutznormen übererfüllt
  • Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern und des Sachanlagevermögens das zum Vorhaben zählt
  • Anschaffungskosten von immateriellen Wirtschaftsgütern, die aktiviert werden und abgeschrieben werden können
    • bei großen Unternehmen: höchstens 50 Prozent
  • Wirtschaftsgüter, die gemietet oder geleast sind und beim Leasingnehmer aktiviert werden
  • Bei Betriebsübernahme: Anschaffungskosten der Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens bis zur Höhe des Marktpreises
  • Lohnkosten für neu eingestellte Personen (Dauerarbeitsplätze) für 2 Jahre
  • weitere Kriterien:
    • Jahresbruttolohnsumme einer Vollzeitstelle mind. 35.000 € (inkl. Arbeitgeberanteil der gesetzlichen Sozialabgaben)
    • förderfähige Jahresbruttolohnsumme max. 70.000 €
  • Erwerbskosten von Grundstücken
  • Ersatzbeschaffungen / gebrauchte Wirtschaftsgüter
  • Anschaffungskosten von Fahrzeugen
  • geringwertige Wirtschaftsgüter, die im Anschaffungsjahr vollständig abgeschrieben werden
  • nicht betriebsnotwendige Einrichtungen (z. B. Betriebswohnungen)
  • Zinsen für den Zeitraum, in dem gebaut wird
  • gemietete und geleaste Wirtschaftsgüter, die nicht gekauft werden sollen
  • Sale-and-rent-back und Sale-and-lease-back Konstellationen
  • Energieerzeugungslagen mit Vergütungsanspruch
Der Investor kann wählen, ob er als Bemessungsgrundlage / förderfähige Kosten (im-)materielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens des Investitionsvorhabens oder Lohnausgaben für die durch die Investition direkt geschaffenen Arbeitsplätze ansetzt. 
Je nachdem für welche Variante sich das Unternehmen entscheidet, kommen weitere rechtliche Voraussetzungen hinzu:
  • Sachkapital: Die bezuschussten Wirtschafsgüter müssen mindestens 5 Jahre im Unternehmen bleiben
  • Lohnausgaben: Die zusätzlichen Dauerarbeitsplätze
    • müssen für Aufgaben rund um ein förderfähiges Investitionsvorhaben geschaffen werden
    • entweder eine überdurchschnittliche Qualifikation erfordern
    • oder ein besonders hohes technisches Innovations- oder Wertschöpfungspotential haben
Für die Unternehmensförderung auf dem Gebiet der Tourismuswirtschaft gelten befristet für Bewilligungen bis zum 31.12.2021 die folgenden beiden Regelungen:
  1. Erhöhte Förderhöchstsatze für Investitionen in bestehende touristische Betriebsstätten um 20 Prozent auf
    • kleine Unternehmen: bis zu 50 %
    • mittlere Unternehmen: bis zu 40 %
    • große Unternehmen: bis zu 30 %
  2. Erleichterte Zuwendungsvoraussetzungen für bestehende Tourismus-Betriebsstätten. Ab dem 1.1.2022 sind in Sachsen nur noch Investitionsvorhaben von Tourismus Unternehmen förderfähig, durch die neue Innovations-Produkte entwickelt oder bestehende Produkte gezielt ergänzt werden. Konkret müssen die Übernachtungszahlen erhöht, neue Gästegruppen gewonnen und die Saison verlängert werden.
Im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur geförderte Investitionsvorhaben sind grundsätzlich der Nachhaltigkeit verpflichtet. Sowohl bei technischen als auch bei baulichen Investitionen müssen die wirtschaftlichen Erfordernisse mit
  • Anforderungen an eine energie- und ressourceneffiziente Investition
  • möglichst niedrige umweltschädliche Emissionen
  • eine Anpassung an unvermeidbare Folgen des Klimawandels
  • eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Klima- und Umweltrisiken
verbunden werden.

(Mehr-)Ausgaben/förderfähige Kosten für den Umweltschutz werden mit einem Förderhöchstsatz von 45 % unterstützt.

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