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ZIM-Projekt: So wählen Sie die optimale Form

Die richtige Wahl der Form für Ihr ZIM-Projekt entscheidet über Förderhöhe, Ablauf und Erfolgschancen. Ob als Einzelprojekt oder im Team mit Partnern: Hier erfahren Sie in wenigen Minuten, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Optionen haben. Und wie Sie die beste Entscheidung für Ihr FuE-Vorhaben treffen.

ZIM Projekt

Shortfacts ZIM-Projekt

  • ZIM-Projekt = marktorientierte Forschung und Entwicklung (FuE) in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) – allein oder mit Partnern.

  • Zwei Hauptformen:

    • ZIM-Einzelprojekt – Ein Unternehmen führt das Vorhaben allein durch.

      • Förderquote: 25–45 %.

      • Max. zuwendungsfähige Kosten: 690.000 € → max. Förderung 310.500 €.

    • ZIM-Kooperationsprojekt – Mindestens zwei Unternehmen oder ein Unternehmen und eine Forschungseinrichtung arbeiten zusammen.

      • Förderquote: 30–60 % (Forschungseinrichtungen: 100 %).

      • Max. zuwendungsfähige Kosten: 560.000 € je Unternehmen / 280.000 € je Forschungseinrichtung.

      • Max. Gesamtvolumen: 3.000.000 €.

      • Antragstellung: Jeder Partner stellt einen eigenen Antrag; bewertet wird das Gesamtprojekt.
  • Einzelprojekt: Maximale Kontrolle, einfache Abstimmung, niedrigere Förderquote.
  • Kooperationsprojekt: Höhere Förderquote, Know-how-Transfer, geteiltes Risiko, mehr Abstimmungsaufwand.

  • Förderfähig sind auch Forschungsaufträge an Dritte, z. B. für spezielle Entwicklungsschritte oder Fertigungsteile.

Wie wählen Sie die richtige Form für Ihr ZIM-Projekt?

Die richtige Form für Ihr ZIM-Projekt wählen Sie, indem Sie Förderhöhe, Partnerstruktur, Ressourcen, Zeitplan und Risiko sorgfältig abwägen.

  • ZIM-Einzelprojekt: Ein Unternehmen setzt das Forschung- und Entwicklungsvorhaben allein um. Diese Form bietet maximale Kontrolle und klare Entscheidungswege, allerdings mit etwas geringeren Fördersätzen.
  • ZIM-Kooperationsprojekt: Mindestens zwei Unternehmen oder ein Unternehmen und eine Forschungseinrichtung arbeiten zusammen. Dies ermöglicht höhere Fördersätze, den Zugang zu zusätzlichem Know-how und eine Risikoteilung, erfordert aber mehr Abstimmung. Für die Produktion und den Vertrieb des Projektergebnisses stehen die Ressourcen aller Partner zur Verfügung.

ZIM-Kooperationsprojekte können auch mit internationalen Partnern durchgeführt werden.

💡 Expertentipp: Das Teilen der Kosten und die Bündelung von Kompetenzen und Ressourcen hat Vorteile für alle Beteiligten. In Kooperationsprojekten ist der Erfolg für alle Beteiligten oft höher als bei Einzelprojekten.

ZIM-Einzelprojekt

Ein Unternehmen setzt das FuE-Projekt allein im eigenen Haus um. Je nach Unternehmensgröße liegt der Fördersatz zwischen 25 und 45 % auf bis zu 690.000 € zuwendungsfähige Kosten.

Forschungsaufträge an Dritte für ein ZIM-Projekt

Unternehmen können im Zuge eines ZIM-Projekts andere Firmen und Experten beauftragen. Sie vergeben zum Beispiel Forschungsaufträge an Wissenschaftler oder beauftragen ein Unternehmen, das ein besonderes Bauteil fertigt. Die Kosten für solche Aufträge sind förderfähig.

ZIM-Kooperationsprojekt

Ein ZIM-Kooperationsprojekt kann in verschiedenen Konstellationen durchgeführt werden. Mindestens zwei Unternehmen oder ein Unternehmen und eine Forschungseinrichtung, Hochschule oder Universität müssen an einem Projekt beteiligt sein.

  • Je nach Unternehmensgröße liegen die Fördersätze für ZIM-Kooperationsprojekte zwischen 30 und 60 %.
  • Jedes beteiligte Unternehmen kann bis zu 560.000 € zuwendungsfähige Kosten geltend machen.
  • Der Fördersatz für Forschungseinrichtungen ist 100 % auf bis zu 280.000 € zuwendungsfähige Kosten. Insgesamt können alle Kooperationspartner zusammen pro Projekt 3.000.000 € zuwendungsfähige Kosten ansetzen.

Der Kooperationsvertrag legt fest, welche Kooperationspartner wie viel Anteil an den Arbeiten übernehmen. Und wie das Projektergebnis vermarktet wird.

Der Projektträger beurteilt das gesamte Projekt und entscheidet über die Förderung. Jeder Kooperationspartner stellt einen eigenen Antrag.

 

Wie wird die Arbeit bei einem ZIM-Kooperationsprojekt verteilt?

Arbeiten zwei Partner an einem ZIM-Kooperationsprojekt zusammen, übernimmt ein Partner höchstens 70 Prozent der Aufgaben. Bei drei Kooperationspartnern leistet ein Partner maximal die Hälfte der Arbeit. Forschungseinrichtungen erhalten grundsätzlich mindestens 10 Prozent der förderfähigen Kosten und erledigen höchstens 50 Prozent der Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

 

Welche Vorteile hat ein ZIM-Kooperationsprojekt?

Höhere Förderungen erleichtern den Austausch von Wissen und Technik zwischen Unternehmen und der Wissenschaft. In gemeinsamen Projekten forschen und entwickeln sie zusammen.

Die Partner teilen sich das Risiko. Ihre Zusammenarbeit schafft Vorteile bei der Produktion und beim Verkauf.

So ermitteln wir die optimale Konstellation ihres ZIM-Projekts

Welche Art und Konstellation für Ihr ZIM-Projekt die größten Erfolgschancen bietet, analysieren wir für Sie. Im Zuge unserer Full-Service ZIM-Beratung erarbeiten wir gemeinsam die bestmögliche Lösung für Ihr Vorhaben. Für jedes ZIM-Projekt muss die ideale Projektart individuell ermittelt werden, um alle Ressourcen perfekt zu Ihrem Nutzen einzusetzen.

Das folgende Video zeigt Ihnen in 96 Sekunden, wie wir Ihr ZIM-Projekt tatkräftig unterstützen!

Vorschaubild Video ZIM Beratung Innovationsförderung Drittmittel Forschungsförderung

Was ist eine ZIM-Projektskizze?

Eine Projektskizze beschreibt grob Ihr geplantes ZIM-Projekt. Mit ihr prüft der Projektträger, ob das Projekt eine Förderung bekommen kann. Sie können eine Skizze beim Projektträger einreichen. Das ist aber keine Pflicht für einen Antrag.

ZIM = Projektförderung

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) unterstützt Unternehmen bei Entwicklungs- und Innovationsprojekten. Der Antrag muss gestellt werden, bevor Sie offiziell mit der Forschung und Entwicklung beginnen.

Sie können auf eigenes Risiko schon vor der Bewilligung starten – allerdings nur, wenn Sie das Projekt auch ohne Förderung finanzieren könnten. Eine Garantie auf den Zuschuss gibt es erst mit dem Förderbescheid.

Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt schrittweise. Dafür reichen Sie während des Projekts Zahlungsanforderungen ein.

Je nach Projektdauer müssen Sie Zwischenberichte abgeben. Nach Projektende erstellen Sie einen Abschlussbericht, in dem Sie nachweisen, wie das Geld eingesetzt wurde und welche Ergebnisse erzielt wurden.

Wer sind die ZIM-Projektträger?

Für ZIM-Projekte gibt es zwei verantwortliche Projektträger: Die AiF Projekt GmbH betreut vor allem ZIM-Kooperationsprojekte. Die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH ist für Projekte einzelner Unternehmen zuständig und begleitet außerdem nationale sowie internationale ZIM-Netzwerke. Aus diesen Netzwerken entstehen häufig neue Kooperationsprojekte, die ebenfalls durch die VDI/VDE betreut werden.

Beide Projektträger arbeiten im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, eingereichte Anträge fachlich und wirtschaftlich zu prüfen und anschließend zu entscheiden, ob ein Projekt bewilligt oder abgelehnt wird.

Autor:

Florian Steidele

Florian Steidele

ZIM-Berater seit 2006

 

Florian Steidele verfügt über tiefes, fundiertes Wissen zur ZIM-Förderung. Er hat über 20 Jahre Erfahrung in der ZIM-Beratung. In seinen Fachartikeln teilt er dieses Wissen, um Informationen zur ZIM-Förderung verständlich aufzubereiten und praxisnahen Mehrwert zu bieten.

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